Kiwi – ‚Chinesische Stachelbeere’ mit richtig viel Vitamin C

Die Kiwi enthält vor allem richtig viel Vitamin C. Deshalb genügen bereits zwei Kiwis am Tag und der tägliche Vitamin-C-Bedarf ist praktisch gedeckt. Wofür das gut ist?

Kiwi – ‚Chinesische Stachelbeere’ mit richtig viel Vitamin C

Die Kiwi kommt tatsächlich ursprünglich aus Südwestchina – daher auch die Bezeichnung „Chinesische Stachelbeere“. Zu Beginn des letzten Jahrhunderts kam sie von China nach Neuseeland. Dort folgten zahlreiche Züchtungsversuche und erste Plantagen, aber erst um 1960 wurde die Kiwi Neuseeland-Exportgut. Für eine bessere Vermarktung gab man der Frucht den Namen des typisch neuseeländischen Kiwi-Vogels. Die Sorte Hayward schaffte es dann in die ganze Welt. Herrscht gemäßigtes oder subtropisches Klima geht es der Kiwi so richtig gut.

Kiwi – was ist das eigentlich für eine Frucht?

Die Kiwi-Frucht wächst an einem Kletterstrauch und ist 100 Gramm und mehr eine ziemlich schwere Beerenfrucht. Die meterlangen Ranken werden an Gerüsten gezogen. Wächst die Kiwi heran, ist die Schale, mit den typischen feinen Härchen zunächst grün. Erst später wird die Schale braun. Das Fruchtfleisch ist säuerlich, grün oder süßlich und gelb und in beiden Fällen sehr, sehr saftig. Geerntet noch ganz hart, gelagert und transportiert bei kühlen Temperaturen knapp über null Grad, sind die Früchte sehr lange haltbar – man geht von bis zu sechs Monaten aus. Allerdings verlieren sie dann irgendwann an Geschmack und auch da Fruchtfleisch verändert sich stark.

Was aber steckt alles so in ihr?

Die Kiwi enthält vor allem richtig viel Vitamin C. Bei 100 g Kiwi kann man von bis zu 45 Milligramm ausgehen. Deshalb genügen bereits zwei Kiwis am Tag und der tägliche Vitamin-C-Bedarf ist praktisch gedeckt. Wofür das gut ist? Nun, Vitamin C ist ein Allrounder: Es stärkt die Abwehrkräfte und hilft, Knochen und Bindegewebe aufzubauen. Die Kiwi hat aber noch mehr zu bieten: Sie enthält Ballaststoffe, die Vitamine E- und B und die Mineralstoffe Kalzium, Magnesium, Phosphor, Eisen und Kalium. Im Fruchtfleisch stecken jede Menge Omega-3-Fettsäuren. Das Enzym Actinidain spaltet Eiweiß auf und unterstützt so auch unsere Verdauung. Na ja, und eine Kiwi hat auch nur etwa 43 Kilokalorien.

Ein bisschen was zum Umgang

Sie sollte im Kühlschrank gelagert werden, denn dann hält sie länger. Bei Zimmertemperatur reift sie allerdings schnell nach und sollte bald genossen werden. Wie man sie isst? Am einfachsten ist es, wenn man die Frucht halbiert und die Hälften auslöffelt. Man kann sie aber genauso gut schälen und in kleine Stücken schneiden – das ist dann lecker als Ergänzung zu einem Obstsalat oder zu Eis. Kiwi schmeckt aber auch als Marmelade, Kompott oder auf einem Kuchen. Na ja, und besonders lecker ist die Kiwi in unserem „Schmeckt indisch“ Wräp!

Vermeiden sollte man – wie bei nahezu allen Citrusfrüchten – eine Kombination mit Sahne oder Joghurt, weil das Enzym Actinidain Milcheiweiß zersetzt.